Pressenotizen

1) Termin für die Fahrt nach Wölfersheim am Samstag, den 25. Mai 2019 

Die Fahrt nach Wölfersheim findet am Samstag, den 25. Mai 2019 statt: PKW-Tagesfahrt + Mitfahrgelegenheit / Besichtigungen + Führungen mit Mittagstisch "Wölfersheimer Braunkohle- und Energiemuseum, Besichtigung der ‚Altstadttürme von Wölfersheim‘ + Kunstgussmuseum Hirzenhain".

Nachdem wir in 2017 einen sehr interessanten Vortrag unseres Vereinsmitglieds Hans Rink über den Braunkohleabbau in der Wetterau erfahren durften, folgte von ihm in 2018 ein nicht minder spannendes Referat über die Eisenerzvorkommen in unserer Region. Beides waren sehr lehrreiche Informationen. Diesen Vorträgen sollten nun in 2019 auch visuell Taten folgen, und zwar mit dem Besuch von Stätten, die zu diesen Referaten passen und auch sichtbar Aufschluss über die Gewinnung und Verarbeitung geben. Abfahrt ist mit Pkw und Mitfahrgelegenheit um 09.00 Uhr am Hessenring-Parkplatz Groß-Karben. In Wölfersheim wird das Braunkohle- und Energiemuseum besichtigt und in einem anschließenden Rundgang die riesigen Türme der alten Stadtbefestigung, die einmalig in unserer Region sind, angeschaut. Bewundernswert ist die Ev. Kirche, ein barocker Bau, der in seiner Bauweise weit und breit seinesgleichen sucht. Nach dem Mittagstisch in Wölfersheim setzen wir die Fahrt fort und besuchen in Hirzenhain das Kunstgussmuseum. Der Arbeitszweig „Kunstguss“ wird in diesem Museum mit vielen Ausstellungstücken sehr plastisch dargestellt. Nach dem Besuch gibt es gegenüber dem Museum im Stolberger Hof eine Kaffeetafel, wo danach die Heimfahrt folgt. Nähere Einzelheiten ergehen über persönliche Einladungen an die Vereinsmitglieder und auch in der örtlichen Presse. Rückfragen bitte über Tel. 06039 1846.

2) Vortrag am  14. Juni 2019 von 19.00 – 21.00 Uhr. Veranstaltungsort: Bürgerzentrum Karben, Rathausplatz 1, Clubraum 1

Titel: Karbener Geschichtsverein e.V. "Vortrag Dr. Günter Rauch - 100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs 1918 und der Versailler Vertrag von 1919"

Als der Erste Weltkrieg im Hochsommer 1918 in sein fünftes Jahr ging, war im Deutschen Reich die Meinung weit verbreitet, man werde vielleicht keinen großen Gewinn bringenden, doch immerhin, einen "guten Frieden" haben.

Es kam anders. Zwar wurde im Osten der Kampf gegen Russland siegreich beendet (1918). Aber das nützte nichts mehr. Der Kriegseintritt der USA 1917 mit vielen frischen Kräften und dem wirkungsvollen Einsatz der neuen Panzerwaffe änderte im Westen die Verhältnisse entscheidend. Die Niederlage wurde unvermeidlich. Der Waffenstillstand von Compiègne am 11. Nov. 1919 war in der Substanz eine Kapitulation des Deutschen Reiches, ein Sieg der Alliierten, besonders Frankreich, Großbritanniens und der USA.

Seit Anfang 1919 tagte in Paris die Friedenskonferenz der siegreichen Alliierten. Das Ergebnis war der Friedensvertrag von Versailles (28. Juni 1919). In Wirklichkeit war es kein echter Friedensvertrag, mehr eine mit einseitig auferlegter Kriegsschuld erzwungene Demütigung des Deutschen Reiches - ein Vertrag, der eigentlich einem Diktat gleichkam. Der Vertrag brachte keinen echten Frieden und hatte bereits den Keim des Zweiten Weltkriegs in sich.

Der überaus komplexe Inhalt und die unseligen Folgen des Kriegsendes sowie des Versailler Vertrages vor genau 100 Jahren behandeln den Vortrag.

3) Vortrag am 26. Juli 2019 von 19.00 – 21.00 Uhr. Veranstaltungsort: Bürgerzentrum Karben, Rathausplatz 1, Clubraum 1

Titel: Karbener Geschichtsverein e.V. "Vortrag Dr. Günter Rauch: Die Weimarer Reichsverfassung und die Anfänge der Weimarer Republik"

Im November 1918 verschwanden überall in Deutschland und Österreich die Monarchien. Die Macht lag nach dem Umsturz beim "Rat der Volksbeauftragten", einer sozialistischen Regierung mit revolutionärer Legitimierung unter Vorsitz von Friedrich Ebert.

Im Dezember 1918 fiel der wegweisende Beschluss, am 19.01.1919 Wahlen für eine verfassungsgebende Nationalversammlung abzuhalten, also den demokratisch-parlamentarischen Weg zu beschreiten. Diese "Weimarer Nationalversammlung" erarbeitete in erstaunlich kurzer Zeit die "Weimarer Reichsverfassung" - die erste demokratische Verfassungsurkunde der deutschen Geschichte, die wirklich in Kraft getreten ist. Am 11.08.1919 wurde sie vom Reichspräsidenten Ebert unterzeichnet. Unser Grundgesetzt von 1949 steht ganz wesentlich auf den Schultern der Weimarer Verfassung.

Ihre Entstehung und die ersten Jahre der Weimarer Republik behandelt der Vortrag.